Streit um den Abschlag
Die erste Golflehrerinnen-Meisterschaft entsteht aus einer Kontroverse
Diese Meisterschaft war so nicht im Wettspielkalender vorgesehen. 1980 findet in Bad Ems die alljährliche Golflehrermeisterschaft statt, an der auch die drei deutschen Proetten Elke Junge, Barbara Helbig und Irene Köhler teilnehmen. Die Ausschreibung des DGLV legt jedoch nicht fest, ob die Damen von ihrem Abschlag spielen oder vom Herren-Abschlag. Die Proetten platzieren daraufhin ihre Tees zwischen den Markierungen der Damenabschläge.
Irene Köhler erzielt dabei gemeinsam mit zwei weiteren Pros die beste Runde der Meisterschaft. Die Wettspielleitung (Fischer/Mühlbauer) disqualifiziert sie jedoch anschließend mit der Begründung, sie habe von einer verkürzten Abschlagdistanz gespielt.
Auf der darauffolgenden Generalversammlung entbrennt aufgrund des Vorfalls eine hitzige Diskussion zwischen den 130 anwesenden Golflehrern und den drei Proetten. Die Herren befürchteten eine Wettbewerbsverzerrung, wenn ein auf kürzerer Distanz erzieltes Ergebnis dasselbe Preisgeld einbringen sollte; die Damen hingegen fühlen sich benachteiligt, zumal keinerlei offizielles Reglement existiert. Dr. Heinrich beendete die Diskussion schließlich, indem er 1000DM Preisgeld für die Ausrichtung einer 54-Löcher-Damenmeisterschaft stiftet. Die spontan ausgetragene Meisterschaft entscheidet Barbara Helbig für sich und gewinnt damit den Titel der ersten Deutschen Meisterschaft der Golflehrerinnen.